Schloss Ovelgönne - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Schloss Ovelgönne

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Minden-Luebbecke

Adresse

Schloss Ovelgönne
Eidinghausener Strasse 197
32549 Bad Oeynhausen-Eidinghausen (Kreis Minden-Lübbecke)
  

Karte
            


Geschichte
   

Besitzergeschichte

Das ehemals landtagsfähige Rittergut Ovelgönne gehörte im 15. Jahrhundert der Familie von Münchhausen und von dieser gelang es an die Familie von Reden gekommen. Berend von Reden besaß das Gut eine Zeit lang mit seinem Bruder Ernst von Reden gemeinschaftlich, bis sie im Jahre 1584 einen Vergleich schlossen, nach welchem das Gut Berend von Reden allein zufiel.  

Am Ende des 17. Jahrhunderts befand sich die Anlage in den Händen der Familie Chalon, genannt Gehlen.  

Nach dem Tod des Chur-Hannoversche Oberst und Chef eines Dragoner-Regiments besaß seine Witwe Ovelgünne. Sie vermachte das Schloss der katholischen Franziskaner-Mission zu Vlotho. Da diese geistliche Mission nach dem Befehl des preußischen Königs Friedrich Wilhelms I. keine landtagsfähige Rittergüter haben durfte, verkaufte sie das Schloss 1738 an den Johann Friedrich von Weisenfelss.  

Aufgrund des Testaments der Mutter des Carl Ludwig von Weisenfelss aus dem Jahre 1775, nach dem er falls er, ohne verheiratet zu sein, versterben sollte, dass Schloss ihrem Enkel Carl Ernst von Puttkamer zu hinterlassen, ging das Schloss nach dem Tode Carl Ludwigs im Jahre 1792 an ihren Enkel. Nach seinem Tod im Jahre 1803 fiel das Schloss an seinen jüngeren Bruder Peter Moritz von Puttkamer. Von der Familie von Puttkammer ging das Schloss an die Familie des Grafen von Königsmarck.

Von 1883 bis 1940 folgten zahlreiche Wechsel ausschließlich bürgerlicher Besitzer.

Seit 1940 befindet sich das Schloss im Kommunalbesitz, zunächst im Eigentum der Gemeinde Eidinghausen, die das Schloss für 55.000,- Mark erworben hatte und sodann seit der kommunalen Neuordnung im Jahre zum 01.01.1973 im Eigentum der Stadt Bay Oeynhausen.

Bis 1977 folgte eine Nutzung als Landjahrlager, Flüchtlings-, Alten- und Pflegeheim.  

In einer Gemeinderatssitzung im Januar 1969 wurde über den Verkauf des Schlosses abgestimmt und schließlich auch beschlossen. Dennoch kam es nicht zu einem Verkauf. 1976 wurde der Verein „Freundeskreis Wasserschloss Ovelgönne“ gegründet. Der Rat der Stadt Bad Oeynhausen beschloss einstimmig sodann im Jahre 1980 Schloss Ovelgönne als Bürgerhaus auszubauen. Hierzu wurden kommunale Mittel und in gleicher Höhe Landesmittel verwendet.
            

Baugeschichte

1740 wurde das jetzt heute noch erhaltene Schlossgebäude für Johann Friedrich von Weisenfelss und seine Gemahlin Eva Louisa von Niepage, deren Allianzwappen sich über dem Haupteingang befindet, erbaut.

Im 20. Jahrhundert wurden die Wirtschafts- und Nebengebäude, Park und Mausoleum der Familie von Puttkammer abgebrochen.

Von 1981 bis 1983 erfolgte ein Umbau sowie eine Restaurierung des Schlosses zum Bürgerhaus der Stadt Bad Oeynhausen. Die Pläne stammen von dem Architekten Dr. Rudolf Hartog aus Bergkirchen, Lippe.  

1986 wurde die Zufahrtsbrücke restauriert und der Bau einer Holzbrücke über die nördliche Umflut.  

Von 1988 bis 1990 wurden die Gewölbekeller ausgebaut und hierdurch zusätzlicher Versammlungsraum geschaffen. Damit war der Ausbau des Schlosses vollständig abgeschlossen.
         

Fotos
               

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü