Haus Rheda - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Rheda

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Gütersloh

Adresse

Fürst zu Bentheim-Tecklenburgische Kanzlei
(Tel.: 05242/9471-0)
Steinweg 2
33378 Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh)
Schloss-Rheda.de
 

Karte
   

   
Besichtigungsmöglichkeiten

  

Eine Außenbesichtigung der Vorburg ist möglich. Ferner finden Führungen statt, in deren Verlauf der Innenhof als auch einzelne Räume im Ergeschoss des Schlosses betreten werden dürfen. Die Termine sind auf der offiziellen Homepage bekannt gegeben. Zudem finden weitere kulturelle Veranstaltungen statt. Außerdem kann der Schlosspark besichtigt ganzjährig ab 7.00 Uhr betreten werden, sofern nicht ausnahmsweise eine Sperrzeit vorliegt. Schließlich besteht die Möglichkeit die Orangerie anzumieten für Hochzeiten Empfänge, Bankette usw. Ebenso können die Mühlenscheune sowie das Turmzimmer und der kleine Seminarraum im Schloss für Seminare gemietet werden.

   

Geschichte
   

Besitzergeschichte

Bereits 1170 wurde die Burganlage unter dem Edelherr Widukind von Rheda erstmals urkundlich erwähnt. Er zählt zu den Mitbegründern der 1185 gegründeten Zisterzienserabtei Marienfeld, der er seinen Besitz nach seinem Tod ohne Kinder zu hinterlassen auf dem Kreuzzug mit Kaiser Barbarossa im Morgenland bei der Schlacht von Akkon vermachte.


Widukinds Nachfolger auf der Burg Rheda wurde der Edelherr Bernhard II. zur Lippe, ein Streitgefährte und Verwandter Widukinds. Er trat später als Mönch in das Kloster Dünamünde ein und wurde schließlich 1218 durch seinen Sohn Otto, Bischof von Utrecht, zum Bischof von Selonien geweiht.


Hermann II. zur Lippe, Sohn des Otto, erbaute um 1200 die romanische Schlosskapelle.


1229 erbte Bernhard III. die Burg. Im Winter 1244/1245 musste er seine eigene Burg mit dem Bischof von Münster belagern, da sein Bruder Simon von der Lippe, Domprobst und späterer Bischof von Paderborn, die Burg in seiner Abwesenheit besetzt hat.


1365 fiel die Herrschaft Rheda durch Erbschaft an Graf Otto von Tecklenburg, der das Schloss zu seiner Nebenresidenz machte. Daraus entstanden lang andauernde Streitigkeiten zwischen Lippe und Tecklenburg, die erst 1491 beigelegt wurden.


1557 fiel Rheda durch Heirat der Erbtochter Anna von Tecklenburg an die Grafen von Bentheim.


1815 wurden die Grafen von Bentheim-Tecklenburg und Rheda in den Fürstenstand erhoben.


Zwischenzeitlich wurde das Schloss als Pflegeheim für bedürftige Kinder verwendet.


Seit 1988 bewohnt wieder die fürstliche Familie das Schloss. Teile des Schlosses sind vermietet. In den Vorburggebäuden befinden sich Mietwohnungen und in dem Schloss befinden sich neben Räumen, die von der fürstlichen Familie genutzt werden, solche die gewerblich vermietet sind.

     

Baugeschichte

Hermann II. zur Lippe erbaute um 1200 die romanische Schlosskapelle. Ferner wurden im 13. Jahrhundert der Torturm, die Doppelkapelle und der Wohnturm zu einem einzigen Bauwerk vereinigt, wie es sich heute noch darstellt.


Der fast quadratische Kapellenturm am westlichen Rand der Oberburg hat eine Seitenlänge von ca. 16 Metern.


An den Kapellenturm schließt sich im Südosten die neue Tordurchfahrt von 1719 sowie ein Renaissancetrakt von 1612 an. Daran anschließend nach Nordosten befindet sich ein langgestreckter zweigeschossiger Schlossbau, der von 1745 bis 1747 erbaut worden ist. Nördlich anschließend befindet sich der hohe Wohnturm, der die Ausmaße des Kapellenturms hat. Er stammt vermutlich bereits aus der Zeit vor dem 14. Jahrhundert.


Seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Burganlage durch das Haus Bentheim-Tecklenburg zur Residenz ausgebaut.


Der wehrhafte Mauermantel der Oberburg existiert heute nicht mehr.


Die locker gruppierten Vorburggebäude sowie die Mühle stammen aus der Zeit ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.


Die Orangerie im Stil der Neoklassik befindet sich zwischen dem Schlossgarten und dem Emsufer. Sie wurde 1873 durch den Architekten Emil von Manger erbaut. Sie wurde 2006 grundlegend erneuert und mit moderner Veranstaltungstechnik ausgestattet.

     

Weiterführende Informationen
      

Fuerstenhaus-Bentheim.de

Gaerten-in-Westfalen.de

 

Fotos
   

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