Haus Riepen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Riepen

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Adresse

Haus Riepen
Haus Riepen 1
Warburg-Dössel (Kreis Höxter)
 

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Geschichte


Seit 1410 besaß die Familie von Geismar, eine seit ca. 1200 im Gefolge adeliger Burgmannen in Warburg ansässiger, späterer Ratfamilie, den Dalpenhof bei Lütgeneder als Paderborner Lehen. Dazu gehörte seit 1533 ein Grundstück, genannt der Ripe. Als es 1667 wegen der Besteuerung auswärtiger Güter mit der Stadt Warburg zu Streitigkeiten kam, verließ die Familie von Geismar Warburg. Ein Zweig der Familie siedelte sich auf dem Ripe an. Friedrich Caspar von Geismar ließ sodann zwischen 1667 und 1687 das Haus Riepen errichten. Der Westflügel des heute noch erhaltenen Gutshauses stammt noch aus dieser Zeit. Es ist ein zweigeschossiger Bau mit Krüppelwalmdach. Außerdem wurden Wirtschaftsgebäude erbaut.

1687 wurde Haus Riepen in das Verzeichnis der ritterschaftlichen Güter eingetragen. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Befreiung von der Landschatzung.

1714 erhob Kaiser Karl VI. den damaligen Eigentümer des Hauses Riepen, Wilhelm Ott von Geismar, in den Reichsfreiherrenstand.

1879 erwarb der Warburger Großgrundbesitzer Robert Fischer, der in Paris als Bankier ein Millionenvermögen erworben hatte, das Haus Riepen, nachdem es sich kurze Zeit im 19. Jahrhundert im Eigentum der Familie von Kalkstein befunden hat. Robert Fischer erwarb zudem das Gut Menne. Dieses ging nach seinem Tod an seinen Sohn Albert. Robert Fischers Sohn Heinrich ließ zusammen mit seiner Ehefrau Lilly, geb. Ritgen, das barocke Herrenhaus 1896 um einen großen repräsentativen Anbau erweitern, so dass letztlich ein T-förmiges Gebäude entstand, so wie es sich noch heute darstellt. Ferner wurde ein Teil der Gutsgebäude umgebaut.

Nach dem Tode Heinrich Fischers übernahm seine Witwe Lilly die Leitung von Haus Riepen. Sie führte die Landwirtschaft weiter und widmete sich vorwiegend der Pferdezucht. In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts engagierte sie sich in der Landfrauenbewegung und wurde nach Gründung der Westfälischen Landfrauenvereinigung im Jahre 1929 bis zur Auflösung im Jahre 1933 deren erste Vorsitzende.

Heute wird Haus Riepen von Manfred Fischer bewirtschaftet. Der durch die Familie Fischer ausgeführte Anbau ist für Wohnzwecke vermietet. Die Ländereien sowie die Ökonomiegebäude sind verpachtet.
 

 
 
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