Haus Rüschhaus - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Haus Rüschhaus

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Stadt Muenster

Adresse
  
Haus Rüschhaus
Am Rüschhaus 81
48161 Münster-Nienberge (Stadt Münster)
Rueschhaus.de
  

Karte
            


      
Besichtigungsmöglichkeiten

   

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Führungen finden täglich außer Montags zu folgenden Zeiten statt:

 

01. März bis 30. April:  
01. Mai bis 31. Oktober:  
01. November bis 30. November:

11.00 Uhr; 12.00 Uhr; 14.00 Uhr; 15.00 Uhr
10.00 Uhr; 11.00 Uhr; 12.00 Uhr; 14.00 Uhr; 15.00 Uhr; 16.00 Uhr; 17.00 Uhr
11.00 Uhr; 12.00 Uhr; 14.00 Uhr; 15.00 Uhr

 

Außerdem können zusätzliche Führungen vereinbart werden.  
Die Führungen führen durch die große Küche, mit dem westfälischen Himmel, zur Deele. Anschließend folgt im Obergeschoss der persönlichen Bereich von Annette. Dabei handelt es sich um drei sich aneinandereihende Zimmer. Das erste der drei Zimmer, in dem sich das Wohn- und Arbeitszimmer befinden, wurde von Annette das Schneckenhäuschen genannt. Daran anschließend folgt das Schlafzimmer von Annette sowie schließlich das Zimmer der Amme Maria Catharina Plettendorf. Im Erdgeschoss endet die Führung nach dem Durchqueren des Gartensaals, mit einem Hausaltar, im Italienischen Zimmer.  

Parkanlage
Parkanlage ist ganzänzjährig zugänglich.

Außenbesichtigung
Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.

Sonstiges
In den Räumlichkeiten finden Veranstaltungen der Droste-Gesellschaft satt.
  

Geschichte

Jahrhunderte lang befand sich Haus Rüschhaus im Besitz der
Erbmännerfamilie von Wiek.

1729 kaufte Bernhard Wilhelm Graf von Plettenberg das damalige Gut Rüschhaus. Seine Witwe musste es allerdings bereits 1743 wieder verkaufen. Erwerber war der befreundete Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun. Er veranlasste den Abriss des Gutes und errichtete an gleicher Stelle seinen Sommersitz. Schlaun gestaltete den Gräftenhof zu einer Kombination von Bauernhaus und Herrensitz um. Er gab dem neuen Herrenhaus mit der Hofanlage die Struktur eines münsterländischen Bauernhofs. Das Herrenhaus präsentiert sich auf der dem Garten zugewandten Seite als adliger Landsitz.

Nach dem Tod Johann Conrad Schlauns im Jahre 1773 ging das Anwesen auf seinen Sohn, den Domkanoniker Martin Conrad Schlaun, über.

Am 10. Mai 1809 verkaufte Schlaun das Anwesen an Martin von Schonebeck. Von ihm erwarb
Clemens August II. von Droste-Hülshoff, der Vater der bekannten Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, am 18. September 1825 das Rüschhaus, da Martin von Schonebeck nicht in der Lage war die Hypothekenlast zu tragen. Der Vater starb am 25. Juli 1826. Daraufhin übernahm Werner, der älteste Bruder von Annette, der zuvor mit seiner Frau Karloine von Wendt-Papenhausen das Schlossgut Wilkinghegebewirtschaftete, als Nachfolger des Vaters Burg Hülshoff zur Bewirtschaftung.

Annette bezog daraufhin im September 1825, mit ihrer Schwester Jenny und ihrer Mutter (geb. von Haxthausen) Haus Rüschhaus als Witwensitz. Hier entstanden verschiedene Balladen und Vers-Epen, die Judenbuche und Teile des geistlichen Jahres. Annette lebte fast 20 Jahre auf Haus Rüschhaus, wobei die Aufenthalte durch zahlreiche Reisen unterbrochen wurden.

Das Haus blieb auch nach dem Tod von Annette am 24. Mai 1848 und dem Tod ihrer Mutter im Besitz der Familie von Droste-Hülshoff. Verwaltet wurde das Haus von dem jeweiligen Hausherren auf
Burg Hülshoff. Der landwirtschaftliche Betrieb wurde von Pächtern bewirtschaftet.

1936 wurde Haus Rüschhaus von der Stadt Münster angemietet, um eine Gedenkstätte für Annette von Droste-Hülshoff einzurichten.

1979 erwarben die Stadt Münster und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zu gleichen Teilen das Anwesen von der Familie von Droste-Hülshoff. Gebäude und Gartenanlage wurden in der Folgezeit saniert. Das Gebälk des Dachstuhls wurde renoviert, das Dach neu eingedeckt und das Gesimse erneuert. Zudem wurde der Gartensaal renoviert und die Tapete aufwendig rekonstruiert. Des Weiteren wurden 1983 die Gräfte und die Gartenanlage nach den Plänen von J. C. Schlaun neu gestaltet. Es entstand ein französischer Barockgarten mit abgegrenzten Rasenflächen, die symmetrisch gegliedert sind. Der zuvor bestehende Wildwuchs wurde vollständig beseitigt.

Neben dem Museum hat heute die Annette von Droste-Gesellschaft ihre Geschäfts- und Dokumentationsstelle auf Haus Rüschhaus. Es werden zudem weitere kulturelle Veranstaltungen durchgeführt.
 

Interessante Informationen
               

Droste-Gesellschaft.de

Gaerten-in-Westfalen.de

 

Fotos
        

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü