Schloss Schellenstein - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Schellenstein

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Hochsauerlandkreis

Adresse
             
Schloss Schellenstein
(Familie Metten-(Djavadian); Tel.: und Fax: 02962 - 802313; Mobil: 0171-8534817)
Schlossweg 3
59939 Olsberg-Bigge (Hochsauerlandkreis)
Schlossleben.de
           

Karte
    

 
 

Geschichte

1270 wurde Schellenstein erstmals urkundlich in einem örtlichen Vermögensverzeichnis erwähnt. Vermutlich war Schellenstein bereits 1180 kurkölnisches Lehen.

1441 war Rost von Sweydinchusen (Swedinchusen) Herr auf Schellenstein.

Seit 1462 ist Goddert de Wrede als Besitzer urkundlich nachweisbar.

1664 heiratete die Erbin von Schellenstein, Anna Eva Maria de Wrede, Otto Friedrich von Padberg, wodurch Schellenstein an die Familie von Padberg fiel.

1708 verkaufte Anna Elisabeth von Padberg Schellenstein an den Hildesheimer Domscholaster Jobst Edmund von Brabeck. Dieser veranlasste den Bau des mit Schiefer- und Sollingplatten versehenen Mittelbau des Herrenhauses; Schlossmühle, Torhaus und Tenne wurden um 1711 erbaut.

Das Forsthaus wurde gegen 1800 errichtet.

1819 verkaufte Maria von Stollberg, geborene von Brabeck, das Schloss an Freiherr Franz-Wilhelm von
Wendt-Papenhausen zu Gevelinghausen.

1823 erteilte Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, erneut den Lehensbrief über das Lehngut Schellenstein.

Als Fachwerkbau mit Bruchsteinsockel wurde das zweigeschossige Schloss von 1840 bis 1845 neu errichtet, wobei Teile des Vorgängerbaus mit einbezogen wurden. Ferner wurden die Seitenflügel hinzugefügt. Der östliche Seitenflügel ist mit einem Krüppelwalmdach mit welscher Haube versehen.

1846 wurde das Schloss als Landtagssitz und gleichzeitig als Rittergutsbesitz für Bigge anerkannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Schloss ausgebombten Familien aus dem Ruhrgebiet sowie Flüchtlingen aus Ostdeutschland als Unterkunft.

1969 kaufte die Gemeinde Bigge das Schloss von Karl-Josef von Wendt-Papenhausen zu Gevelinghausen.

1979 kaufte Karl Ames das Schloss nebst Nebengebäuden von der Gemeinde. Die Gebäude ließ er von 1980 bis 1982 zu einem Schlosshotel umbauen. Ferner veranlasste er Renovierungs- und Restaurationsmaßnahmen. So wurde u.a. das Dach mit neuem Schiefer eingedeckt.

1983 verkaufte Karl Ames das Schloss an eine aus 23 Personen bestehende GbR, da er die erforderlichen Renovierungskosten nicht aufbringen konnte. Auch die GbR fokussierte weiterhin den Ausbau zu einem Schlosshotel in dem Hauptgebäude. Letztlich scheiterte jedoch das Projekt, da das Haupthaus zu wenige, zu große Zimmer besaß.

1996 stand das Schloss wieder zum Verkauf. Der Immobilienhändler Malessa erhielt den Zuschlag und zog mit seiner Familie, sowie einigen Angestellten ein. Dieser veranlasste weitere Renovierungsarbeiten. Im Zuge der Arbeiten wurde das Schloss in 8 Wohneinheiten umgewandelt. Zudem entstand im ehemaligen Schlosskeller ein Gastronomiebetrieb.
1998 wurden die ersten Wohnungen verkauft.

Seit 2001 wird das Schloss von den Eigentümern entweder als fester Wohnsitz und oder als Ferienwohnungen genutzt.

Am 14.11.2009 wurden Teile des Schlosses versteigert.

    

Fotos
    

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