Schloss Schwarzenraben - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Schloss Schwarzenraben

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
  
Schloss Schwarzenraben
Ermsinghausen/Schwarzenraben 7
59556 Lippstadt-Bökenförde (Kreis Soest)
Schloss-Schwarzenraben.de (Zur Zeit (16.02.2010) sind noch keine Inhalte hinterlegt)
  

Karte
            


Besichtigungsmöglichkeiten
    

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung von den umliegenden Straßen ist möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist nicht möglich. Das Betreten ist untersagt. Gelegentlich besteht jedoch die Möglichkeit Teile des Schlosses im Rahmen des Tags des offenen Denkmals zu besuchen. Zudem findet im Rahmen des örtlichen Schützenfestes ein Aufmarsch auf dem Schlossgelände statt.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist aufgrund der privaten Nutzung ebenfalls nicht möglich.
  

Geschichte
  
Erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte 1031 als „Wambeke“ (Weidenbach). Woher der heutige Name Schwarzenraben, der seit 1560 urkundlich belegt ist, herstammt, ist umstritten.
     

Besitzergeschichte
   
1031 war Schwarzenraben bzw. Wambeke im Eigentum des Klosters Abdinghof in Paderborn und wurde als Lehen vergeben. Anfang des 14. Jahrhunderts wurden die Ministerialfamilien Bolike(n) und ab 1482 die Familie von Frydag (Vridag) mit Wambeke belehnt. Damals existierte eine wehrhafte Anlage mit Wall und Gräben auf zwei getrennten Inseln.
  
Anschließend folgten nach 1500 durch Erbschaften die Familie von Berninghausen und die Familie von Graffen. 1511 bzw. 1584 verkaufte die Familie von Bernighausen jeweils zur Hälfte das Gut an die Familie von Hörde zu Störmede.
 
Von 1554 bis 1846 hatten die Herren von Hörde aus der
Burg Störmede ihren Sitz auf den Vorgängerbauten des heutigen Schlosses, das sie durch Kauf erworben haben.
 
Nach dem Tod Engelbert Matthias Freiherr von Hörde 1848, gingen
Schloss Eringerfeld und Schloss Schwarzenraben 1850 durch Heirat der Witwe mit Wilhelm-Otto Freiherr von der Decken auf diesen über. Die Erbtochter Marie Kunigunde von der Decken war seit 1863 mit Friedrich Clemens Freiherr von Ketteler aus dem Haus Thüle bei Salzkotten verheiratet. Durch Erbschaft im Jahre 1876 gingen die beiden genannten Schlösser an Marie Kunigunde von Ketteler über. Für die beiden Schlösser erhielt ihr Ehemann, Friedrich Clemens, Generalvollmacht; sie blieben jedoch im Eigentum seiner Ehefrau. Nach seinem Tod durch die Folgen eines Huftritts, 1906, vererbte das von ihm geerbte Schloss Harkotten-Ketteler an seinen ältesten Sohn Wilderich. Schloss Schwarzenraben und Schloss Eringerfeld verblieben in den Händen von Marie Kunigunde. Wilderich verstarb bereits 1915. Sein Erbe wurde sein Sohn Wilderich-Friedrich. Mit Erlangung der Volljährigkeit, 1922, erhielt er von Marie Kunigunde sämtliche ihrer Güter. Damit vereinigte Wilderich-Friedrich Freiherr von Ketteler folgende Güter in seiner Hand: Schloss Harkotten-Ketteler, Schloss Eringerfeld, Burg Störmede und Schloss Schwarzenraben.
  
1998 verkaufte der Land- und Forstwirt Franz-Anton Freiherr von Ketteler das Schloss an Dr. Otto Drosihn, in dessen Eigentum es sich noch heute befindet.
  

Baugeschichte
   
1720 errichtete Johann Leonhard Mauritz Gröninger die Vorburggebäude für Ferdinand Anton Gottfried Freiherr von Hörde. Die Gebäude sind symmetrisch zum Schloss ausgerichtet und mit je zwei Eckpavillons versehen.
 
Das heutige Schloss wurde von 1759 bis 1778 (lt. Bieker und Fischer/Anneser: 1765 bis 1768) für den Sohn des Ferdinand Anton Gottfried Freiherr von Hörde, Ferdinand Friedrich, errichtet. Baumeister war der waldeckische Regierungsbaumeister Johann Matthias Kitz aus Arolsen, nach Planungen von Franz Christoph Nagel, dessen Mitarbeiter er war. Das Haupthaus ist hufeisenförmig ausgerichtet. Es ist zweigeschossig und an drei Seiten vom Wasser umgeben. Der Hauptflügel ist fünfachsig, die Seitenflügel zweiachsig. Zudem gibt es an der Haupt und Gartenseite jeweils einen Mittelrisalit.
  
Der Neubau wurde durch eine Stiftung des Kurfürsten Clemens August von Bayern finanziert. Auf einer Jagd soll der Kurfürst Ferdinand Friedrich Freiherrn von Hörde verletzt haben und zur Entschädigung den Bau des Schlosses ermöglicht haben.
  
Die Innenausstattung ist im Rokoko gehalten. Die Stuckarbeiten im Inneren des Schlosses stammen von den Gebrüdern Metz. Der Stuckmarmor stammt vermutlich von Gregor Winck. Der Altar der Kapelle im Westflügel, ist 1775 von Josef Stratmann geschaffen worden.
1935 wurde ein Großteil der Innenraumausstattung durch einen Brand zerstört. Anschließend wurde das Schloss teilweise renoviert. Die Bauleitung hatte der Architekt Max Sonnen. Im Zuge der Wiederherstellungsarbeiten wurden die Dachproportionen verändert. Große Teile der Raumausstattung konnten nicht wiederhergestellt werden.
   

Fotos
          

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü