Burg Sternberg - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Burg Sternberg

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Lippe

Adresse

Burg Sternberg
Sternberger Straße 52
32699 Extertal-Asmissen (Kreis Lippe)
Burg-Sternberg.de
  

Karte
      


         
Besichtigungsmöglichkeiten  

  

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist lediglich begrenzt möglich (s.u.).

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.

Sonstiges
In der Burg befindet sich ein Café. Außerdem finden häufiger Konzerte statt. Außerdem besteht für Gruppen die Möglichkeit im Schloss zu übernachten. Außerdem besteht die Möglichkeit die Burg für private Veranstaltungen zu mieten. Zudem besteht die Möglichkeit sich auf der Burg Trauen zu lassen.
Das Burgcafé ist zu folgenden Öffnungszeiten geöffnet:

 

samstags:
sonntags:

14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
      

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Die Besitzer während den Anfängen der Burg sind unklar. Möglicherweise haben Abkommen der Herren von Sternberg aus Bömen die Burg gebaut.

1243 wird erstmals ein „H. nobilis de Sternbergh“ urkundlich erwähnt. Gemeint ist Hermann I. von Sternberg, der Sohn des Volkswins IV. von Schwalenberg, der auf der Burg Sternberg gegen 1240 eine eigene gräfliche Linie begründete. Zuvor hieß er Heinrich III. von Schwalenberg.

Nach dem Aussterben der Schwalenberger Hauptlinie sorgten sich die Grafen von Sternberg um die Erbfolge, so dass sie am 01.08.1370 eine Erbverbrüderung mit dem Hause Holstein-Schaumburg eingingen. 1399 starben die Grafen von Sternberg aus. Das Haus Holstein-Schaumburg erhielt unter Otto I. die Burg als Pfand.

1405 ging die Burg und Grafschaft Sternberg durch Verpfändung an die Edelherren von Lippe, die die Burg als Unterpfand weitergaben.

1530 wurde die Burg kurzzeitig von Simon V. zur Lippe als Residenz genutzt, da das
Detmolder Schloss zu dieser Zeit ausgebaut wurde.

Im 16. Jahrhundert gab es Streit mit dem Hause Holstein-Schaumburg, das Ansprüche an die Burg Sternberg anmeldete. Erst mit der Hochzeit des Grafen Simon VI. zur Lippe mit Elisabeth von Holstein-Schaumburg im Jahre 1585 konnten diese Streitigkeiten beigelegt werden.

Kurze Zeit später meldete der Paderborner Bischof Ansprüche an der Burg Sternberg an. Diese Streitigkeiten zogen sich fast 150 Jahre hin und konnten erst 1788 durch Zuspruch an die Grafen zur Lippe beigelegt werden. In der Zeit von 1733 bis 1781 war das Amt Sternberg an Kurhannover verpfändet, so dass ein hannoveranischer Beamter die Burg bewohnte. Nach der Wiedereinlösung des Pfandes wurde die Burg Amtssitz der lippischen Beamten des Amtes Sternberg.

Im 19. Jahrhundert wurde die Vorburg als Scheune, Stall und Gefängnis genutzt.

Bis 1918 hatte das Fürstliche Forstamt seinen Sitz auf der Burg.

Nach dem I. Weltkrieg fiel die Burg an den Staat und ein Forstrendant zog auf der Burg ein.

Die Burg wurde einige Jahre als Gaststätte genutzt.

Die Nationalsozialisten richteten auf der Burg eine SS-Bräuteschule ein, nutzten die Burg später als Gefangenenlager und Ersatzteillager für die Luftwaffe.

Nach dem Ende des II. Weltkriegs wurde Peter Harlans als Verwalter des Luftwaffenersatzteillagers nach Sternberg entsandt. Er war Instrumentenbauer und Lautenist. Er baute auf der Burg Sternberg zunächst Instrumente, errichtete 1959 eine Musikschulungsstätte und führte musikalische Veranstaltungen im Rittersaal durch. Von 1962 bis 1978 wurde zudem eine Jugendherberge betrieben. Bereits ab 1949 nutzte der Kreis Lemgo die Vorburg als Kreisjugendheim.

Seit 1990 führt der Verein Musikburg Sternberg e.V. das letztgenannte Kulturprogramm fort. Der Verein führt Solokonzerte, Ensemblearbeit, Festivals und Workshopangebote durch. Außerdem biete der Verein preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten an. Daneben führt der Landesverband Lippe, der eine Nebenstelle des Instituts für Lippische Landeskunde auf der Burg Sternberg unterhält, Konzertprogramme durch.

Die Räumlichkeiten können auch für Tagungen, Seminare und Familienfeiern gemietet werden.

In dem Gewölbekeller befindet sich ein Café, das an Wochenenden, Feiertagen und sonstigen Veranstaltungen geöffnet ist.
 

Baugeschichte

Der Vorgängerbau der heutigen Burg, die Burg Alt-Sternberg, aus salischen Zeiten stand ca. 1.500 Meter nordwestlich des heutigen Standorts.

Die heute vorhandene Burg wurde ab ca. 1062 bis 1175 erbaut. Grabungen ergaben die Lokalisierung von Gebäuden, die zu dieser Zeit teils ebenerdig und teils unterkellert erbaut waren.

1245 wurde unter Hermann I. von Sternberg eine, heute nicht mehr nachweisbare, Kapelle errichtet.

Um 1300 wurde die vorhandene Hauptburg nach Nordosten erweitert. Zudem entstand der steinernde Wohnturm in der Nordwestecke der Hauptburg.

Anlässlich der Hochzeit des Grafen Simon VI. zur Lippe mit Elisabeth von Holstein-Schaumburg im Jahr 1585 wurde im Süden der Hautburg ein Wohnturm mit Balkon errichtet.

Die heute noch erhaltene Burg geht im Wesentlichen auf Ausbauphasen im 16. und 17. Jahrhundert zurück. Das Torhaus und der Westflügel wurden um 1570 erbaut. Das Brunnenhaus wurde im bereits im 15. Jahrhundert errichtet. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde zudem das östliche Steinwerk errichtet.

Die erhaltenen Bauten der Oberburg bilden einen geschlossenen Bereich innerhalb der Ringmauer. Im Süden befindet sich der Wohnturm, an den sich der Westflügel mit dem inneren Torhaus, dem nördlichen Steinwerk, dem östlich angrenzenden Palas im Nordflügel und den niedrigeren Bauten des Ostflügels anschließt.

Das nördliche Steinwerk wurde seit der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts als zweigeschossiges Wohngebäude genutzt.

Zwischen 1998 und 2003 wurde die Burg umfassend renoviert und teilweise neu ausgebaut. Ziel der Arbeiten war es die Burg zu einem kulturellen Veranstaltungsort auszubauen. Der Schwerpunkt wurde auf Musik gelegt.
 

Weiterführende Informationen
      

Musikburg-Sternberg.de

Hotel-Burg-Sternberg.de

 

Fotos
       

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