Schloss Surenburg - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Surenburg

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Steinfurt

Adresse
  Dr. Philipp Freiherr Heereman; Tel.: 0251/2802966; Fax: 05454/1730 Mail: forsthaus.surenburg@t-online.de

Schloss Surenburg   
Surenburg 3
48477 Hörstel-Riesenbeck (Kreis Steinfurt)
     

Karte
      

  
Besichtigungsmöglichkeiten

  
Eine Außenbesichtigung von der Straße aus ist jederzeit möglich. Eine Besichtigung der Außenanlage nebst Park soll nach vorheriger Anmeldung für Gruppen möglich sein (Tel.: 05454/7302).


Geschichte
         

Besitzergeschichte
      
1474 wurde die Surenburg erstmals urkundlich in den Händen der Herren von Langen erwähnt. Nach Aussterben der Herren von Langen im Mannesstamme gelangte es 1612 durch Erbschaft an die Familie von Münster zu Meinhövel.

Das Wappen der Familie von Münster zu Meinhövel befindet sich noch heute, gehalten von einem Löwen aus Sandstein aus dem Jahre 1675 am Treppenaufgang.

1786 kaufte Freiherr Carl-Heinrich Heereman von Zuydtwyck, Kammerherr des Münsterischen Fürstbischofs, von der Familie von Münster zu Meinhövel das Haus und die Herrschaft Surenburg, dessen Nachfahren sich auch noch heute im Besitz des Hauses befinden. Zu Herrschaft Surenburg gehörten derzeit ca. 50 eigenhörige Höfe.

1658 erhob Kaiser Leopold I. den in seinen Diensten stehenden Dirk Heeremann von Zuydtwyck offiziell in den Reichsadelsstand. 1845 erfolgte eine Bestätigung des Freiherrentitels durch das Heroldsamt in Berlin.

Jetziger Eigentümer und der wohl bekannteste Bewohner der Surenburg ist Constantin Freiherr Heeremann von Zuydtwyck, der 1931 als Sohn von Theodor Freiherr Heeremann von Zuydtwyck und Elisabeth Freiin von dem Bongart geboren wurde. Nach dem frühen Tod der Mutter im Jahre 1935 wurden er und seine Geschwister durch seinen Onkel Maximilian und dessen Ehefrau Helene, geborene Gräfin von Dorste zu Vischering, deren Ehe kinderlos blieb, adoptiert. Aus seiner Ehe mit Margarethe Freiin von Wrede-Melschede gingen 4 Töchter und 1 Sohn hervor. Von 1969 bis 1997 übte er das Amt des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes aus.
  

Baugeschichte
 
Carl-Heinrich Heereman von Zuydtwyck veranlasste nach dem Kauf des Schlosses und der dazugehörigen Herrschaft im Jahr 1786 die Fertigstellung des Südflügels sowie des Mittelbaus. Zuvor bestand das Herrenhaus aus einer L-Form, dessen 2 Flügel durch einen Rundturm verbunden waren.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entschloss sich Matthias Alexander Freiherr Heeremann von Zuydtwyck zu einem grundlegenden Umbau der gesamten Anlage. Er veranlasste die Zuschüttung des die Haupt- und Vorburg trennenden Grabens und den Abriss der Wirtschaftsgebäude, so dass der sich auch noch heute darstellende Ehrenhof entstand.

1832 entstand östlich des Hauptgebäudes ein kleines quadratisches Renteigebäude im Stil des Klassizismus. Ferner wurde das Hauptgebäude im Westen mit einem weiteren Flügel versehen, so dass die sich heute darstellende Dreiflügelanlage entstand.
  
1865 wurden die neugotische Kapelle, die dem Heiligen Aloysius geweiht wurde, die große doppelläufige Freitreppe und der Treppenturm für Maximilian Friedrich Freiherr Heeremann von Zuydtwyck (1826-1895) und seine Gemahlin Maria Franziska Reichsfreiin von Fürstenberg-Körtlinghausen nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Hilger Hertel angelegt. Außerdem wurde kurze Zeit später die Dachlandschaft umgestaltet und die Vorderseite erhielt einen Treppenturm mit Zeltdach. Die gewalmten Dächer der Seitenflügel wurden durch hochgezogene Dreistaffelgiebel mit Wagenradaufsätzen ersetzt. Ferner wurden im Inneren des Schlosses Umgestaltungsmaßnahmen vorgenommen. So wurden u.a. die Wände und Decken mit Boisserien versehen, die jedoch in den 1960er Jahren durch den heutigen Hausherren und seine Ehefrau abgenommen wurden. Des Weiteren ließen sie wärmedämmende Fenster, sanitäre Anlagen und eine Zentralheizung einbauen.

Dr. Philipp Freiherr Heeremann von Zuydtwyck führt heute den 450 ha großen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb. Die in Münster ansässige Heeremannsche Hauptverwaltung engagiert sich zunehmend im Haus- und Grundbesitz, in der Gastronomie und im Hotelwesen.
       

Park
   
Die weitläufige Gartenanlage ließ die Familie von Münster 1750 nach französischem Vorbild im barocken Stil anlegen.
  
Die langgestreckte Orangerie wurde 1850 errichtet.
  
Der vorhandene Park wurde 1870 durch einen Landschaftspark nach englischem Vorbild ersetzt.
  

Fotos
      

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