Schloss Tatenhausen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Tatenhausen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Gütersloh

Adresse

Schloss Tatenhausen                                   (Telefon: 05201/3224)

Schloßweg 2
33790 Halle-Hörste (Kreis Gütersloh)
Tatenhausen.de

Karte
  

   
Besichtigungsmöglichkeiten


Eine Innenbesichtigung ist aufgrund der privaten Nutzung der Räumlichkeiten zu Wohnzwecken nicht möglich. Jedoch ist guter Sichtkontakt von den Außerhalb der Gräften liegenden Wanderwegen möglich. Angrenzend befindet sich der sog. Tatenhauser Wald mit einer Größe ca. 4,8 ha. Vereinzelt fanden in der Vergangenheit öffentlich zugängliche Veranstaltungen auf dem Schlossgelände statt.
    

Geschichte
  

Besitzergeschichte

1491 erfolgte erstmals die urkundlich Erwähnung des Anwesens. Derzeit befand es sich in den Händen des Berndt (Bernd) von Hoberg.


1524 gelang die damalige auf einer Zweiflügelanlage gelegene Burg durch Heirat der Erbtochter Elseke von Hoberg in den Besitz des Heinrich von Korff gen. Schmiesing zu Harkotten, deren Nachkommen es auch noch heute gehört. Das Schloss wurde zum Stammsitz der Barone und Grafen von Korff gen. Schmising. Seit 1995 wird das Schloss von direkten Nachfahren der Grafen von Korff-Schmising bewohnt, nämlich Baron und Baronin Teuffel von Birkensee. Jetziger Eigentümer ist Benedikt Freiherr Teuffel von Birkensee, der aus der Ehe zwischen Ferdinandine-Eleonore Gräfin von Korff mit Ulrich Freiherr Teuffel von Birkensee stammt.

  

Baugeschichte

In der Mitte des 14. Jahrhundert entstand die Burg Hoberg als klassische Zweiflügelanlage an der Stelle des heute noch erhaltenen Wasserschlosses. Die Burg befand sich 1524 in einem desolaten Zustand, so dass die Familie von Korff-Schmiesing sich entschloss auf den Fundamenten der alten Burg ein neues Schloss zu erbauen.

 

1540 wurde die Anlage als Wasserburg im Grundsatz in der heutigen Form als Dreiflügel-Anlage auf den Resten der alten Burg errichtet. Der älteste Teil des Schlosses, der Ostflügel, entstand zu dieser Zeit. Er ist mit Radzinnengiebeln und einem Treppenturmversehen. Teile Tatenhausens werden dem schwäbischen Baumeister Jörg Unkair zugeschrieben, der auch an weiteren bedeutenden Bauerken in der weiteren Umgebung mitwirkte, so u.a. an Schloss Neuhaus und Schloss Detmold.

  

1671 wurde der quadratische Turm an der südwestlichen Ecke des Haupthauses zu dem bestehenden Schloss hinzugefügt.

 

Gegen 1700 wurde die große Terrasse im Norden erbaut. Der mittlere Teil des Haupthauses wurde ab 1730 im einfachen Barockstil umgebaut. 1740 kam schließlich der Westflügel hinzu. Der Mittelbau ist 1746 datiert.

   

Ferner wurde die Orangerie im Park erbaut. Es handelt sich hierbei um einen 1 ½-geschlossigen ovalen Mittelbau mit Mansardendach und beiderseits anschließenden rechteckigen Seitenflügeln. Johann Conrad Schlaun zeichnete die Pläne für die Orangerie aus dem Jahr 1751.

 

Das dreigeschossige Torhaus mit Dachreiter trägt die Jahreszahl 1741.

 

Im November 1955 brannte der Dachstuhl ab. In der Folgezeit konnten diese Schäden jedoch wieder behoben werden.

  

Sonstiges

Zu dem Schloss gehört noch heute ein Forstbetrieb mit 270 ha Waldfläche, der in Eigenregie bewirtschaftet wird.

  

Gegen 1800 wäre Tatenhausen fast ein Solbad geworden. Bereits 1720 wurden in Tatenhausen Heilquellen entdeckt. 1799 wurde ein eisenhaltiger salinischer Schwefelbrunnen aufgebohrt, der schließlich dazu führte, dass ein Badbetrieb aufgenommen wurde. Hierzu entstand u.a. auch ein Badehaus, das heute noch als Gasthaus genutzt wird. Zu einer Badgründung kam es letztlich nicht, das das Bad Rothenfelde verstaatlicht wurde und Tatenhausen nicht konkurrenzfähig war. Der Badbetrieb kam schließlich völlig zum Erliegen.

   

Fotos
   

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