Haus Thüle - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Thüle

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Paderborn

Adresse
 
Haus Thüle
Schlossstraße 1
33154 Salzkotten-Thüle (Kreis Paderborn)
  

Karte
          

    
Besichtigungsmöglichkeiten

  
Das Haus befindet sich im Privateigentum, so dass lediglich Blickkontakt von außerhalb der Gräfte möglich ist.
   

Geschichte

1283 wurde erstmalig das Ministerial- und Rittergeschlecht von Thüle mit Nikolaus de Tule urkundlich erwähnt.

1437 wurde erstmalig ein Fachwerkhof urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit verkauften Johann und Peter von Thüle alle ihre Güter im Kirchspiel Thüle, auch die Vorgängerbauten des heutigen Haus Thüles, an Bernd von Hörde zu Boke.

Die auf Haus Thüle ansässige Linie der Familie von Hörde starb 1578 mit Phillip von Hörde im Mannesstamm aus. Erbberechtigt waren die Familien von Adelebsen, von Heiden, von Rheden und von Alten.
1612 erklärten der Paderborner Bischof Dietrich von Fürstenberg und das Domkapitel zu Paderborn die Herrschaft Boke als Eigentum des Fürstbischofs und des Stifts. Allerdings bestätigten sie den Besitz den Familien von Adelebsen und von Heiden.

Von 1613 bis 1626 befand sich Haus Thüle im Besitz des Henning von Rheden. Am 23.02.1626 verstarb er unverheiratet und kinderlos. Seine erbberechtigte Schwester Gertrud von Rheden brachte Haus Thüle mit in die Ehe mit Eberhard von Alten ein.

Zu dieser Zeit übten die Familien von Heiden und von Alten zu gleichen Teilen das Patronatsrecht über die Kirche in Thüle aus.

1671 übertrug Gottfried von Heiden seinen Erbanteil an die
Familie von Fürstenberg zu Herdringen, die jedoch niemals auf Haus Thüle gelebt hat.

Die Familie von Alten hat in Thüle bis 1841 residiert. Die Witwe des 1807 verstorbenen Friedrich Freiherr von Alten verkaufte Haus Thüle im Juli 1841 an Lippstädter Häusermakler Wilhelm Arntzen. Er veräußerte bis 1848 300 Morgen der landwirtschaftlichen Flächen parzellenweise an die Einwohner von Thüle.

1848 verkaufte Wilhelm Arntzen das Restgut an den Landwirt Freiherr Wilderich von Kettler. Im Herbst 1849 bezogen Wilderich von Ketteler und seine Frau Pauline Gräfin Stollberg-Stollberg, verwitwete Freifrau Nagel von Itlingen, das Haus Thüle. Das heruntergekommene Gut baute er sukzessive zu einem landwirtschaftlichen Musterbetrieb aus.

1868 kaufte Wilderich von Ketteler von der Gemeinde Thüle die am Friedhof gelegene Baumschule, die er zu einer Familiengruft ausbauen ließ. Wilderich verstarb schließlich am 29.07.1873 und wurde in der Familiengruft durch seinen Bruder, den Mainzer Bischof Wilhelm Emanuel von Ketteler beigesetzt.

Am 01.10.1965 verkaufte Josef von Ketteler Haus Thüle an Georg Freiherr von und zu Brenken, in dessen Eigentum es sich noch heute befindet.

Haus Thüle befindet sich auf einer Gräfteninsel. Zum Haus gehören die Schlosswiesen, die eine Fläche von 11 Hektar umfassen.

Das heute noch erhaltene Herrenhaus aus Fachwerk wurde wahrscheinlich 1662 für Gottfried von Heiden und seine Gemahlin Ottilie von Ketteler errichtet. Die Hofkapelle, die sich im linken Seitenflügel befindet, stammt aus dem Jahr 1873. Sie ist massiv gebaut. Am 17.12.1873 wurde die Kapelle durch den Bischof Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler geweiht.

1712 wurde unter Eberhard Friedrich von Alten die bereits von Eberhard von Alten begonnene Umgestaltung von Haus Thüle mit dem Torhaus beendet.

Das Torhaus mit Türmchen aus Fachwerk wurde 1712 für Eberhard Friedrich von Alten erbaut. Zusätzlich befinden sich noch zwei kleinere Wirtschaftsgebäude auf der Insel.
            

Fotos
       

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