Unterhaus - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Unterhaus

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Paderborn

Lage

33178 Borchen-Nordborchen (Kreis Paderborn)
 

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Geschichte
   

Besitzergeschichte

Vermutlich wurde das Unterhaus durch Wulff von Oeynhausen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gebaut. Das Unterhaus war bischöfliches Lehen mit bedeutenden Gerechtsamen. Die grundherrlichen Rechte waren an das Unterhaus gebunden. Im Gegensatz zum
Oberhaus war es ein Mannlehen.

Nach dem Aussterben der Linie Oeynhausen im Unterhaus im Mannesstamme mit Wullf von Oeynhausen, gegen 1620, fiel das Unterhaus an Wilhelm von Oeynhausen, der mit Goda von Brenken verheiratet war. Sie lebten beide auf dem Oberhaus. Nach dem Tod erbte Braunschweig-Lüneburgsche Landdrost und Berghauptmann Heinrich Hermann von Oeynhausen-Lindheim das Unterhaus.

Nachdem der Oberst Moritz Wilhelm zu Oeynhausen das
Oberhaus 1686 nach dem Neubau bezog, wurde das Unterhaus verpachtet. Das Eigentum gelang durch Erbschaft anschließend in unterschiedliche Linien der Familie von Oeynhausen. Die letzten Eigentümer der Familie waren die Zwillingsbrüder Carl August Ludwig von Oeynhausen, Gründer des Bades Oeynhausen und der Dichter Friedrich Adolph Ludwig Oeynhausen, die am 02.10.1829 die Waldbestände an den Paderborner Bäckermeister Anton Hoppe verkauften. Das Restgut wurde am 18.05.1841 an den Referendar Hermann Emmerich veräußert. Dieser veräußerte zwischen 1846 und 1849 47 Parzellen an diverse Käufer. 1877 verkauften seine Erben den Rest an insgesamt 69 Käufer.

Am 04. Dezember 1877 kaufte der Schäfer Johann Wiegand das Unterhaus von den Erben des Referendars Hermann Emmerich.

Seit dem Beginn es 20. Jahrhunderts befinden sie die Reste des Unterhauses in dem Eigentum der Familie Hecker, die es von der Familie Becker erworben hat.

Heute befindet sich das Unterhaus im Eigentum der Gemeinde Borchen.
 

Baugeschichte
 
Von den alten Gebäuden ist heute lediglich noch der massive Sockel des Kellerhauses erhalten. Ursprünglich betrug die bebaute Fläche mit den umliegenden Gärten 19 Morgen. Das Anwesen war von einer Gräfte umgeben, die von der Altenau gespeist wurde. Die Gebäude bestanden aus Fachwerk. Drei Ecken waren mit einem Eckturm bestückt, so dass sich eine fast quadratische Anlage ergab. Die Anlage hatte die Maße von 24 Metern von Norden nach Osten, im Süden ca. 21,5 Meter und im Westen ca. 23 Meter.

1896 wurde die alte Wasserburg durch den Ackerer Anton Becker und seine Freu Therese, geb. Becker, abgebrochen.
  

 
 
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