Schloss Velen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Velen

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Adresse

Schloss Velen
Schloßplatz 1
46342 Velen (Kreis Borken)
SportschlossVelen.de
  

Karte
  


  
Besichtigungsmöglichkeiten  

 

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist ebenso möglich.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist möglich. Heute befindet sich im Schloss das Sporthotel Schloss Velen. Eine Innenbesichtigung ist auch im Rahmen einer Führung möglich. Weitere Informationen sind auf der o.g. offiziellen Homepage erhältlich.
 

Geschichte
   

Besitzergeschichte

1090 wird Velen erstmals urkundlich erwähnt.

Mit Hermann von Velen wurden die Herren von Velen erstmals 1221 urkundlich erwähnt. Dessen Sohn Hermann II. heiratete 1265  Kunigunde von Gemen, die Tochter des Ritters Simon von Gemen, Herr zu Raesfeld und Stifters des Raesfeldschen Geschlechts.
     
Die Familie von Velen starb gegen Ende des 14. Jahrhunderts aus.
       
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts ging Velen an die Herren von Bermentfeld, die sich später von Velen nannten. Die Nachkommen waren in zahlreichen Fehden verstrickt. Ursprünglich waren die Herren von Velen freie Besitzer ihres Haupthofes Sie waren nur dem Kaiser und dem Reich untergeben. Sie gründeten auf ihrem Haupthof eine Pfarre und bauten eine Kirche, errichteten eine freie feste Burg und gründeten durch Verleihung von Hausstätten und Ländereien das Dorf auf dem Bezirk ihres Haupthofes. Sie übten das Richteramt als Marken- und Hofesrichter aus. Velen war derzeit eine eigenständige Herrlichkeit.

Nach der Fehde 1371 musste Hermanns IV. die Burg Velen dem Bischof von Münster, Florenz von Wevelinghofen, zum offenen Hause machen und als Lehen auftragen, nachdem die Burg vom Bischof von Münster erobert wurde. Die Nachkommen derer von Velen wurden im Weiteren ebenfalls mit der Burg belehnt.

1767 starb die Familie von Velen im Mannesstamme aus. Erbtochter Anna Theresia war seit 1756 mit Clemens August Reichsfreiherrn von Landsberg, Herrn zu Erwitte, Broich, Völlinghausen, Wocklum, Meilen, Langenholthausen und Eisborn vermählt, in dessen Besitz Schloss Velen gelang. Der Erblasser Hermann Anton von Velen hatte zu Gunsten der Nachkommen seiner Tochter seine sämtlichen Güter zu einem Familien-Fideicommiss verbunden mit der Bedingung, dass seine Nachfolger den Namen und das Wappen des Velenschen Geschlechts fortführen sollten. Die Vereinigung der Namen und Wappen wurde durch Reichs-Vicariats-Diplom vom 13. Juni 1792 für den einzigen Sohn des Reichsfreiherrn Clemens August von Landsberg und der Freiin Anna Theresia von Velen bestätigt, und es wurde dieser, Paul Joseph, der erste Reichsfreiherr von Landsberg-Velen. Paul Joseph heiratete die Gräfin Theresia von Wolff-Metternich zur Gracht. Aus dieser Ehe stammt als ältester Sohn Johann Ignatz Franz von Landsberg-Velen. Er erwarb von seinem Lehnsvetter, dem Reichsfreiherrn Alois von Boineburgj genannt Boemelberg, die reichsunmittelbare Herrschaft Gemen nebst der Herrlichkeit Raesfeld.

1840 wurden die Freiherrn von Landsberg-Velen in den Grafenstand erhoben.

Graf Johann Ignatz Franz von Landsberg-Velen vereinigte durch eine am 30. Juli 1859 Allerhöchst bestätigte zusätzliche Fideicommis-Urkunde vom 15. Dezember 1858 die
Standesherrschaft Gemen und die Herrschaft Raesfeld mit dem Velenschen Fideicommiss und es wurde durch Allerhöchstes Diplom festgesetzt, dass der jedesmalige Inhaber dieses Fideicommisses und Standesherr zu Gemen den Namen Graf von Landsberg-Velen und Gemen und das vereinigte Wappen zu führen habe.

Zwischenzeitlich wurden anschließend die Gebäude als Zollschule und Polizeirevier genutzt, bis in ihnen schließlich ein Sporthotel einzog.
      

Baugeschichte

Das Schloss ist von allen Seiten von Wasser umgeben. Die heutige Anlage geht auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurück.
Ursprünglich gab es einen Trenngraben zwischen der Haupt und Vorburg, der allerdings vor 1825 zugeschüttet worden ist. Zudem sind vor dieser Zeit die Wallanlagen beseitigt worden und stattdessen schmale Garteninseln angelegt worden.
  

 

Hauptburg

Das Schloss ist heute ein unregelmäßiger nach Osten geöffneter Dreiflügelbau. Der Mittelteil stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert. Die Westseite des Hauptgebäudes ist dem Park zugewandt.

Der kurze aber tiefe Mittelbau hat an den Seitenecken im Nordenwesten und Südwesten zwei verschiedene große Pavillons.

Rechtwinkelig angegliedert ist der zweistöckige Südflügel aus der Zeit um 1580. Die jetzt vermauerte doppelstöckigen Galerie an der Ostseite des Südgiebels stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Alle Obergeschossfester wurden im 18. Jahrhundert erneuert.
Dem Nordflügel in südwestlicher Richtung vorgelagert ist der Kapellenturm von 1629. Es ist ein quadratischer dreigeschossiger Bau aus Ziegeln. Bis zum Brand im Jahre 1931 trug der Turm eine welsche Haube mit einer großen Laterne. Der Kapellenturm wurde 1696 renoviert.

Der Nordflügel entstand erst 1696. Seitdem ist der zuvor freistehende Kapellenturm mit dem Haupthaus verbunden. Johann Conrad Schlaun baute von 1744 bis 1745 den Nordflügel um. Ebenso die südlich des Schlosses im alten Tiergarten gelegene Fasanerie stammt von Schlaun.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde der übergiebelte Mittelrisalit angefügt. Als Baumeister wird Ambrosius von Oelde vermutet.
Innere und äußere Umgestaltungen am Herrenhaus folgten gegen Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts. Daran war u.a. der Architekt August Reinking beteiligt.

1931 wurde die wertvolle Innenausstattung durch ein Feuer vernichtet. Das ganze Hauptschloss brannte ab.

1934 wurde das Äußere weitestgehend unverändert wiederhergestellt. Der Innenausbau erfolgte jedoch modern.
     

 

Vorburg

Die Vorburggebäude stammen im Wesentlichen aus den Jahren von 1692 bis 1693. Baumeister war Ambrosius von Oelde. Es handelt sich um zwei parallel gegenüberliegende niedrige Gebäude, an dessen Ostecken sich jeweils ein runder rechteckiger Turm aus Ziegelsteinen befindet.
  

Fotos
   

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