Burg Vellinghausen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Burg Vellinghausen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse

Burg Vellinghausen (Tel: 02388 1988 Mobil: 0176 96047263)

Burg Vellinghausen 1
59514 Welver-Vellinghausen (Kreis Soest)
    

Karte
          

    
Besichtigungsmöglichkeit

   
Ob eine Außenbesichtigung möglich ist, entzieht sich derzeit meiner Kenntnis. Allerdings lässt sich ein guter Blickkontakt außerhalb des Geländes gewinnen. Eine Innenbesichtigung dürfte sehr wahrscheinlich nicht möglich sein, da sämtliche Gebäude bewohnt werden.
   

Geschichte
  
Erstmalige urkundliche Erwähnung fand die Burg Vellinghausen 1352 unter dem Ritter Rötger von Galen, der sich auch de Vellinchusen nannte. Zu der damaligen Zeit gab es bereits eine heute nicht mehr vorhandene Burg.

1564 und 1566 teilten die Brüder Heinrich und Dietrich von Galen das Erbe. Im Rahmen der Erbteilung erhielten Heinrich und seine Frau Clara von Vridag u.a die Burg Vellinghausen. Heinrich war seit 1535 Landmarschall des Deutschen Ordens und seit 1551 Ordensmeister in Livland.

1598 wurde die heute noch erhaltene Burg fertig gestellt. Dies kann zumindest angenommen werden, da der Renaissancekamin im Erdgeschoss mit dem Jahr 1598 versehen ist.

Dorothea von Galen, die Tochter Heinrichs von Galen und seiner Frau Clara von Vridag, brachte die Burg in die am 20.02. 1569 geschlossene Ehe mit Johann von Neheim ein.

Der kaiserliche General Dietrich Heinrich von Neheim verkaufte das Gut Vellinghausen 1700 an Kaspar Heinrich von Voss, der mit Margareta von Korff-Schmising verheiratet war. Durch die Eheschließung veranlasst, wurde die Ostfassade sowie das Krüppelwalmdach dem Barockstil angeglichen. Über dem Eingangsportal wurde zudem das Doppelwappen des Errichterehepaars eingefügt.

Die letztgenannte Ehe blieb Kinderlos, so dass die Burg in die Hände eines entfernten Verwandten, Heinrich Victor von Voß, gelang. Dieser heiratete 1746 Beata Elisabeth von Vincke, dessen Sohn aus erster Ehe, Ernst Idel Jobst von Vincke, Vellinghausen erbte.

Die Familie von Vincke hielt die Burg Vellinghausen bis 1979 in ihren Händen. Sodann ging die Burg nebst Ländereien auf die Erbengemeinschaft Wevers aus Gescher über, die die Burg samt Nebengebäuden und 35.000 m² landwirtschaftlicher Nutzfläche 1989 an Dr. Meinolf Schultebraucks und seine Frau Manuela weiterveräußerten. Diese Nutzen die Burg noch heute als Wohnsitz. In dem Eigentum der Beiden befindet sich zudem u.a. auch seit 1990 das nicht weit entfernte Haus Sengerhof.

Die Hauptburg umfasst eine Wohnfläche von 240 m². In dem Gebäude befinden sich 6 Wohnräume, wobei 5 mit einem Kamin ausgestattet sind.

Heute ist die Gräfte größtenteils zugeschüttet. Lediglich an der Südseite befindet sich noch ein kleiner Rest. Allerdings soll die alte Gräfte wieder hergestellt werden.

1990 wurde das Areal der Burg zum Bodendenkmal erklärt.

Die stark verfallenen Stallgebäude aus Fachwerk, die um 1700 errichtet worden sind, sind in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wiederhergestellt worden. Gleiches gilt für das Fachwerkttorhaus aus dem 18. Jahrhundert und das Haupthaus.

Eine weitere Fachwerkscheune aus dem 18. Jahrhundert befindet sich außerhalb der Burganlage. Sie wurde ebenfalls renoviert.

Das Dorf Vellinghausen ist bekannt durch die Schlacht bei Vellinghausen aus dem Siebenjährigen Krieg, als 1761 die Franzosen unter dem Befehl des Herzogs von Braunschweig geschlagen wurden.
    

Fotos
           

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