Haus Velpe - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Velpe

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Steinfurt

Adresse

Haus Velpe
Gut Velpe 1
49492 Westerkappeln (Bauerschaft Hambüren; Kreis Steinfurt)
      

Karte
      

    
Geschichte


Der Name Velpe (Vellepe) wurde erstmalig um 1200 in dem Einkünfteregister des Domprobstes von Osnabrück erwähnt.

Später war Haus Velpe ein Lehen der Grafen von Tecklenburg. Es befand sich vom 13. bis 16. Jahrhundert in den Händen der Ministerialienfamilie von Velpe.

Vermutlich entstand der ehemalige Rittersitz im 13. Jahrhundert durch die Zusammenlegung von mehreren kleineren Bauernhöfen.

Am 29.11.1565 verkaufte Erich von Velpe das Rittergut an Jürgen (Georg) von Holle auf
Haus Marck. Er verkaufte am 31.05.1575 Haus Velpe an die Brüder Heinrich und Bernhard von Kerssenbrock, die es am 30.04.1590 an Goswin von Münster weiterverkauften. Goswin von Münster war mit Anna Stewerinck verheiratet. Der aus dieser Ehe stammenden Sohn Christoph von Münster verkaufte das Gut am 15.04.1630 an Conrad von Meyhers zu Tecklenburg und Ladbergen.

Da Adolf von Meyhers keinen männlichen Erben hinterlassen hatte, wurde Erbtochter Helene Charlotte Louise von Meyhers Eigentümerin von Haus Velpe.

1792 fiel Haus Velpe durch Heirat der Helene Charlotte Louise an ihren 2. Ehemann, den Freiherrn Friedrich Wilhelm Moritz von Siegroth, von dem es am 12.08.1801 an Heinrich Dietrich Tilée durch Kauf überging. Aufgrund einer großen Schuldenlast, die auf dem Gut lastete, sah er sich zum Verkauf gezwungen. Erste Verkaufsbemühungen wurden bereits 1811 unternommen. Der Verkauf erfolgte jedoch erst 1816 an den Feldwebel Diersmann, der Haus Velpe bereits 1820 Arnold Heinrich Meinertshagen weiterverkaufte. 1850 folgte dessen Tochter Anna Katharina Meinertshagen und von ihr ging das Haus am 30.03.1852 an ihren Ehemann, den Rechnungsrat und Hauptmann Ludwig (Louis) Müller.

Am 25. Januar 1879 wurde Haus Velpe als Rittergut gelöscht, womit es seine Landtagsfähigkeit verlor. Zuvor wurden Ländereien an Jürgen Heinrich (Heirnich) Oberste Hollenberg und die Gutsgebäude an Joachim Schulz verkauft.

1898 erwarb die Familie Echterhoff das Gut, in dessen Eigentum es sich auch noch heute befindet. Das marode ehemalige Herrenhaus aus Fachwerk wurde abgebrochen und durch das heutige Gebäude ersetzt.

Heute sind von dem alten Rittersitz noch das um 1700 errichtete Torhaus und ein Teil der alten Gräfte.

         

Fotos
            

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