Schloss Vinsebeck - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Vinsebeck

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Hoexter

Adresse
 
Schloss Vinsebeck
Gutshof 1
32839 Steinheim-Vinsebeck (Kreis Höxter)
 

Karte
       

         
Besichtigungsmöglichkeiten


Es ist lediglich Blickkontakt von den öffentlichen Straßen aus möglich - sofern man keinen Termin vereinbart hat. An den Zufahrten befinden sich Schilder mit der Aufschrift "Betreten verboten! - Absturzgefahr - Eltern haften für ihre Kinder". Ein weiteres Schild hat den Inhalt, dass Schlossführungen unter der Telefonnummer 05233/9538804 vereinbart werden können.
 

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Vinsebeck befand sich bereits seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Familie von Lippe. Nach Aussterben der Vinsebecker Familie derer von der Lippe im Mannesstamm, mit dem Tod des Freiherrn Moritz Anton im Jahre 1767, ging das Schloss nebst Ländereien an seine Schwester Theresia. Nach ihrem Tod vererbte sie Vinsebeck an ihre Tochter Antonette, die seit 1765 mit dem Grafen Johann Ignatz Wolff-Metternich zur Gracht verheiratet war. Die Nachkommen dieser Verbindung befinden sich noch heute im Besitz des Schlosses. Derzeitiger Eigentümer ist Peter Graf Wolff-Metternich, der das Schloss jedoch nicht ständig bewohnt.
 

Baugeschichte

Das heute noch erhaltene Schloss Vinsebeck wurde in den Jahren 1717 bis 1720 auf den Grundmauern eines älteren Vorgängerbaus durch den Baudirektor des Fürstbistums Hildesheim, Justus Wehmer, errichtet. Wehmer baute auch das
Schloss Körtlinghausen, das Schloss Herringhausen und das Schloss Welda. Auftraggeber des Schlossbaus in Vinsebeck waren der Drost Johann Friedrich Ignatz von der Lippe, seine Ehefrau Odilia Ursula Adolphine von Schorlemer und Ignatzs Brüder Ferdinand Ernst Adam, Domherr in Hildesheim, Mauritz Lothar, Domherr und Domkämmerer in Paderborn und Herr zu Driburg und Adolph Franz Friedrich, Domherr zu Lübeck, Domherr und Domscholaster in Paderborn, Domherr und Senior zu Hildesheim, Kurkölnischer Geheimer Rat und Herr zu Driburg und Mentzenbrock. Das Portal trägt den folgenden Spruch: "bonum et jucundum fratres habitare in unum".

Das H-förmige und zweigeschossige Haupthaus liegt auf einer quadratischen Insel mit Eckrondellen. In dem nördlichen sowie westlichen Eckrondell befindet sich jeweils ein breiter Pavillon mit einer geschweiften Haube. Die dreiachsigen Seitenflügel treten jeweils nur um eine Achse hervor. Die Walmdächer der Seitenflügel sind etwas niedriger als das Dach des Hauptbaus.

Die Hauptfassade des Herrenhauses stellt sich im Stil des Régence dar. Haupt- und Gartenseite sind mit einem Mittelrisalit versehen. Über dem Eingangsportal befindet sich das Wappen des Erbauerehepaars Johann Friedrich Ignatz von der Lippe und seiner Ehefrau Ottilie von Schorlemer.

Zwischen 1967 und 1982 wurde das Schloss umfassend renoviert, so dass sich die Räume des Schlosses fast vollständig in ihrem Originalzustand zeigen.

Die Wirtschaftsgebäude aus der Mitte des 18. Jahrhunderts befinden sich westlich bis südwestlich des Haupthauses. Sie werden nicht durch eine Gräfte geschützt.
 

Sonstiges

1956 diente das Schloss Vinsebeck als Kulisse des Films „Der tolle Bomberg“, dessen Hauptdarsteller Hans Albers war.
 

Fotos
    

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