Schloss Oberwerries - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Oberwerries

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Stadt Hamm

Adresse
 
Schloss Oberwerries
Bildungs- und Begegnungsstätte
Zum Schloss Oberwerries 1
59073 Hamm
Tel.: 02388/1344
 
Kontakt

Stadt Hamm

Telefon: 02381/17 3535
Telefax: 02381/17 10 3535
eMail: schloss-oberwerries@stadt.hamm.de
Schloss-Oberwerries.de
 

Karte
   

   
Besichtigungsmöglichkeiten
 

Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.
   

Geschichte
 

Besitzergeschichte

Der limburgische Zweig des Hauses Altena-Mark übte die Lehnherrschaft über den curtis in Werries aus. 1284 belehnte Graf Dietrich von Limburg mit den von den Söhnen des Wessel gen. Kolve aufgelassenen Lehnsgütern zu Werries den Engelbert von Herbern. Mit dem Aussterben der Familie von Herbern mit Hermann von Herbern im Mannesstamm im Jahre 1464 verkaufte seine Mutter das nördlich der Lippe gelegene Haus Oberwerries an Gerd von Beverförde. Seinerzeit bestand zudem das südlich der Lippe gelegene Haus Niederwerries, das sich in den Händen der Familie von Neheim befand.

1677 erwarb die Familie von Beverförde nach dem Konkurs der Familie von Neheim auch das Haus Niederwerries. Beide Häuser wurden daraufhin vereint.

Ida Freifrau von Beverförde-Werries war eine Schwester des Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg. Ihr Enkel, der preußische Kammerherr Friedrich Christian von Beverförde, auch der tolle Werries genannt, soll 1733 in einem Duell den Komtur von Röll getötet haben. Dies hatte eine Feindschaft zwischen dem Grafen von Plettenberg zu
Nordkirchen und Kurfürst Clemens August zu Bayern zur Folge. Außerdem bekannte sich der tolle Werries 1758 zu Preußen, was beinahe seine zu seiner standrechtlichen Erschießung geführt hätte.

Dieser Stamm der Familie von Beverförde-Werries starb 1768 mit dem tollen Werries aus. Sein Erbe wurde der Sohn seines Vetters, Friedrich Clemens August von Elverfeldt, den er zuvor adoptierte. Fortan führte die Familie den Namen von Elverveldt gen. von Elverfeldt-Beverförde-Werries. Von 1781 bis 1942 blieb Werries unbewohnt und verfiel zu Ruine. Die Familie von Elverfeldt-Beverförde-Werries blieb auf den
Schloss Loburg bei Ostbevern wohnen, das Friedrich Clemens August von Elverfeldt 1785 erwarb.

1942 kaufte die Zeche Sachen das Schloss, die es im gleichen Jahr an die Stadt Hamm weiterverkaufte.

Seit 1951 befindet sich eine Turnschule des Westfälischen Turnerbundes in dem Marstall, nachdem dieser wieder hergestellt worden ist.
 

Baugeschichte

Das Schloss ist eine Zweiinselanlage.

Das Torhaus wurde 1667 errichtet.

Das heute noch erhaltene Schloss wurde von 1682 bis 1692 auf alten Fundamenten für Ida Maria Freifrau von Beverförde-Werries, geborene von Plettenberg, nach dem Tod ihres Ehemanns durch den Kapuzinerpater Ambrosius von Oelde errichtet. Das Herrenhaus ist ein zweigeschossiger Bau mit zwei niedrigeren Seitenflügeln. Gekrönt wird es von einem Mansarddach.

Friedrich Christian von Beverförde ließ den langgestreckten Marstall nebst Hundezwinger auf der Vorburg von Johann Conrad Schlaun 1735 mit Materialien aus dem Abbruch von Haus Niederwerries erbauen.

Das Herrenhaus wurde von 1952 bis 1975 restauriert. Heute wird es von der Stadt Hamm zu repräsentativen Empfängen genutzt.
  

Fotos
     

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