Westphalenhof - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Westphalenhof

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Paderborn

Adresse
   
Westpfalenhof Paderborn
Giersstraße 1
33098 Paderborn (Kreis Paderborn)
Stiftung-Westphalenhof.de
   

Karte
   

     
Geschichte

   
Der Westphalenhof war die Stadtresidenz der Familie von Westphalen. Der Landdrost Wilhelm von Westphalen zu Dringenberg erwarb 1629 ein bebautes Grundstück und 1641 das daran angrenzende Grundstück nachdem der alte Stadtsitz der Familie im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden ist. Die bestehenden Gebäude sollten für einen Neubau abgerissen werden. Aufgrund des Tods des Landdrosten im Jahr 1656 wurden die Pläne erst 1701 für den Rat Wilhelm von Westphalen verwirklicht.
  
1727 wurde im Westphalenhof der spätere Paderborner Fürstbischof Friedrich Wilhelm von Westphalen geboren. Das Allianzwappen seiner Eltern
Wilhelm Ferdinand Josef von Westphalen zu Fürstenberg und Anna Helena, geb. von der Asseburg zu Hinnenburg, befindet sich über dem Portal an der Giersstraße, das der Barockbaumeister Franz Christoph Nagel 1746 im Rahmen eines Um- und Erweiterungsbaus ergänzte.
   
Der Westfalenhof war der größte Adelshof Paderborns sowie eines der repräsentativsten Gebäude der Stadt. Deshalb nutzen zahlreiche hochrangige Besucher der Stadt den Westfalenhof als Übernachtungsquartier. Zu den Bekanntesten gehörte Jerôme Bonaparte, Napoleons Bruder und König von Westfalen.
  
1831 wurde der Westphalenhof an den Gastwirt Moritz Daltrop verkauft, der ihn 1853 an den Jesuitenorden weiterveräußerte. Der Jesuitenorden richtete in den Räumen eine Niederlassung ein. Bereits 1872 wurde im Rahmen des Kulturkampfes die Niederlassung des Jesuitenordens wieder aufgehoben.
   
Der Westfalenhof wurde nun an den Bürgerverein vermietet, der ihn als Gesellschaftslokal nutzte, und an Pauline von Mallinckrodt als Refugium für ihre Ordensschwestern, deren deutsche Niederlassungen ebenfalls dem Kulturkampf zum Opfer gefallen waren.
   
1876 verstarb im Westphalenhof die bekannte Dichterin Luise Hensel, die hier, bei ihrer früheren Schülerin Pauline von Mallinckrodt, ihre letzten Lebensjahre verbracht hatte.
  
Von 1908 bis 1929 diente der ehemalige Adelshof als Schulgebäude der privaten höheren Mädchenschule der Johanna Pelizaeus; das heutige Pelizaeus-Gymnasium.
  
1928 wurde der Westphalenhof durch die Stadt Paderborn erworben. Sie richtete dort nach dem entsprechendem Umbau 1931 das von einer Stiftung getragene "Altersheim Westphalenhof" ein.
  
Der Westphalenhof wurde 1945 fast völlig zerstört. Lediglich das Barockportal blieb erhalten.
 
Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren von 1948 bis 1954 in stark veränderter Form.
    

Fotos
         

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