Schloss Wilkinghege - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Wilkinghege

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Stadt Muenster

Adresse

Schloss Wilkinghege
Steinfurter Strasse 374
48159 Münster-Kinderhaus (Stadt Münster)
Schloss-Wilkinghege.de
  

Karte
            

    
Besichtigungsmöglichkeiten


Das Schloss wird als Hotel-Restaurant genutzt. Das Schloss kann unmittelbar von der Straße vor dem Schloss aus besichtigt werden.
 

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Schloss Wilkinghege ist eine alte Wasserburg, die 1311 als Lehnsgut der Familie Rhemen zu Barenfeld erstmals urkundlich erwähnt wurde.

1390 gelang Wilkinghege in den Besitz der Erbmännerfamilie von Cleyhorst.

1545 veräußerte die Familie von Cleyhorst Wilkinghege an Heinrich von Droste-Hülshoff. Breits im gleichen Jahr wurde das Gut an Johann von
Stevening zu Brock weiterverkauft.

1661 ging das Anwesen durch Heirat an die Familie von Harde über.

Nach Aussterben der Familie von Harde im Jahr1742 ging die Anlage an die Freifrau von
Schorlemer zu Herringhausen.

1773 erwarb Dr. Joseph Sentrup das Schloss.

1779 erbte die Familie von Rhemen zu Barensfeld, die bereits im 14. Jahrhundert im Besitz des Anwesens war, das gesamte Anwesen.

Die Familie von Rhemen zu Barensfeld verkaufte Wilkinghege nach dem Zweiten Weltkrieg an die Familie Winnecken, die es bis 1955 als Landgut führte. Seit 1955 bis heute wird die Wilkinghege als Hotel-Restaurant genutzt.

Schloss Wilkinghege war mehrmals Stützpunkt kriegerischer Armeen.

Im Februar 1534 hatten die Wiedertäufer unter Jan von Leyden einen theokratischen Staat in Münster ausgerufen. Dies führte dazu, dass Franz von Waldeck von Wilkinghege aus die Belagerung von Münster unternahm.

1657 und 1661 hatte der auf
Haus Bisping geborene und Schloss Ahaus verstorbene Bombenbischof Christoph Bernhard Graf von Galen sein Hauptquartier, als er gegen die rebellierende Stadt Münster kämpfte, um sie zu unterwerfen.

Im Siebenjährigen Krieg saß der Oberkommandierende der französischen Truppen, Marquis d´Armentières auf Wilkinghege. Er beschoss und belagerte Münster so lange, bis sich die Stadt am 22. Juli 1759 ergab.
 

Baugeschichte

Das heutige Schloss Wilkinghege besteht aus zwei Inseln. Ursprünglich gab es noch südlich der Vor- und Hauptinsel eine separate, durch eine Gräfte geschützte, Garteninsel. Diese Gräben sind jedoch bis auf einen kleinen Rest zugeschüttet worden.

Auf der Hauptinsel wurde zwischen 1570 und 1591 ein neues zweigeschossiges Herrenhaus durch den Steinhauermeister Lambert Munsterweg errichtet.

Herr von Harde und seine Gemahlin Katharina von Keppel ließen 1719 das Herrenhaus von Gottfried Laurenz Pictorius im Spätrenaissance-Stil umbauen, wovon noch heute das von zwei Löwen gehaltene Doppelwappen über dem Eingangsportal zeugt. Andere Quellen benennen Lubbert Hagen als Baumeister. Außerdem wurde ein großes Mansardendach, das über den Giebelseiten abgewalmt ist, errichtet. Die Stuckarbeiten im Erdgeschoss aus dem Jahre 1720 sind noch vorhanden. Der zweigeschossige Ziegelbau mit Werksteingliederung zeichnet sich an der südlichen Hauptseite durch einen übergiebelten Mittelrisalit mit Freitreppe und einer Wappenkartusche aus. Zudem wurden die Fenster barockisiert.

An der Südostecke des Haupthauses befinde sich ein kleiner unscheinbarer runder Treppenturm.

Anstelle des abgebrochenen quadratischen Pavillonturmes aus dem 16. Jahrhundert wurde 1896 an der Südwestecke der Hausinsel eine neugotische Kapelle errichtet. An der Außenseite befindet sich eine achteckige neubarocke Marienstatue mit Kind.

Nach einem Brand im April 1958 wurden im Rahmen der Wiederherstellungsarbeiten das Obergeschoss und das Dach verändert und modern ausgebaut.

Östlich der Hauptinsel liegt die Vorburg mit zwei parallel angeordneten langgestreckten Wirtschaftsgebäuden. Sie sind im 19. Jahrhundert umgebaut und nach Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkrieges neu aufgebaut worden.
 

Fotos
               

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