Haus Heeren - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Heeren

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Unna

Adresse

Haus Heeren
Heerener Straße 177
59174 Kamen-Heeren-Werve (Kreis Unna)
 

Karte
           


Besichtigungsmöglichkeiten  
           

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung bis zum Torhaus ist jederzeit möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist grundsätzlich erlaubt. Jedoch wird erbeten eine Besichtigung an Feiertagen und Wochenenden zu unterlassen. Ebenso sollen Besuche nach 18 Uhr unterbleiben.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nicht möglich. Das Anwesen wird privat bewohnt.

Park
Eine Besichtigung des Parks ist - soweit bekannt - nicht möglich.
          

Geschichte
   

Besitzergeschichte
 

Haus Heeren wurde erstmals 1173 urkundlich erwähnt. Vermutlich hat es sich dabei um eine Motte gehandelt, die auf dem Gebiet des heutigen Schlossparks lag. Besitzer waren die Herren von Herne, die in den Diensten des Erzbischofs von Köln standen. Nach Ausscheiden aus dem Dienst gelang ihr allodialer Besitz in die Hände der Grafen von der Mark. Sie belehnten die Familie von Dobbe. Später folgt die mit der Familie von Dobbe verwandte Familie von der Recke.


1392 entstand durch Erbteilung die Linie von der Recke zu Heeren. 1571 heiratete die Erbtochter Katharina von der Recke-Heeren Gerhard von Bodelschwingh zu Mengede und nach dessen Tod 1605 seinen Bruder Gisbert von Bodelschwingh zu Bodelschwingh. 1606 ließ er das heute noch erhaltene Haus errichten.


Beide Ehen der Katharina von der Recke-Heeren blieben kinderlos, so dass sie 1618 ihre gesamten Güter im Kirchspiel Heeren an Albrecht von Hüchtenbroch verschenke, der mit einer Stieftochter von Katharina verheiratet war.


1680 starb die männliche Linie der Herrn von Hüchtenbroch aus. Haus Heeren ging an die Erbtochter Anna Sophia, die mit Jobst Henrich von Plettenberg-Schwarzenraben verheiratet war.


1861 starb auch diese letztgenannte Linie im Mannesstamme aus. Erbtochter wurde die mit Adolf Eugen Carl von Bodelschwingh-Plettenberg zu Bodelschwingh verheiratete Bertha von Plettenberg-Heeren. Es entstand die Linie von Bodelschwingh-Plettenberg zu Heeren, in dessen Besitz sich Haus Heeren auch noch heute befindet. Weitere Informationen hierzu sind bei dem Haus Hilbeck zu finden, das sich ebenfalls im Eigentum der Familie befindet.

   

Baugeschichte
    

 

Hauptinsel
         
Das heute noch erhaltene Herrenhaus wurde 1606 errichtet. Es handelt sich dabei um einen rechteckigen zweigeschossigen Bau, der mit Putz versehen worden ist. An der Südostecke befindet sich quadratischer, dreigeschossige Turm. Er trägt eine schiefergedeckten welsche Haube. Bis 1835 trug der Turm ein Helmdach. Ausgeführt werden sollten zudem noch drei weitere Türme, was vermutlich an den finanziellen Mitteln scheiterte.

1810 sind die vorhandenen Steinkreuzfester durch Flügelfenster ersetzt worden.

1859 ist das Haus erweitert worden. An der Ostseite entstand ein Verlängerungsbau mit einem polygonalen Eckturm und pyramidalem Spitzdach. Weitere Anbauten folgten 1904.

1944 zerstörte ein Brand den Dachstuhl und die Turmhaube. Die Schäden wurden später beseitigt.
   

 

Vorinsel
                   
Die Gebäude der Vorburg sind in der klassischen Hufeisenform angeordnet. Sie wurden zwischen 1689 und 1693 erbaut. Lediglich die westlichen Gebäude sind zweistöckig; die übrigen zweistöckig. Die ebenfalls zweistöckige Toreinfahrt befindet sich seit Anfang des 18. Jahrhunderts im Süden. Sie ist gradlinig zum Herrenhaus ausgerichtet. Bis dahin befand sich die Tordurchfahrt in den westlichen Gebäuden der Vorburg. Das Obergeschoss des heutigen Torhauses ist 1820 erneuert worden.
     

Fotos
      

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